Wie alles begann
Wie alles begann
Die Geschichte der JuLis in Düsseldorf begann am 1. Februar 1982. Damals trafen sich acht jugendliche F.D.P.-Mitglieder im Kaiserhof in Rath und wählten sich gegenseitig solange in verschiedene Vorstandsposten, bis sie den ersten Kreisvorstand bildeten. Der frischgewählte Vorsitzende, Alexander Pietzsch, und seine Mannschaft hatten zwei nicht unerhebliche Probleme zu bewältigen: eine Basis fehlte noch und die JuLis mußten sich noch ihre Anerkennung als Jugendorganisation der F.D.P. erkämpfen. Während es relativ schnell gelang die Mitgliederzahl auf 40 zu erhöhen, gestaltete sich die Anerkennung sehr schwierig, schließlich gab es ja
schon/noch die Jungdemokraten.
Die Düsseldorfer F.D.P.-Spitze ignorierte die JuLis einfach und beim einzigen Gespräch mit dem F.D.P.-Kreisvorstand 1982 wurde den JuLis mit Parteiausschluß gedroht. Doch getreu ihrem Motto Politik macht Spaß machten die JuLis der Kreispartei mit intensiver Pressearbeit Druck. 1982 erschienen in den 5 Düsseldorfer Tageszeitungen über 50 Artikel über die JuLis, einige Schlagzeilen: JuLis für Hirsch, Mehr Ausbildungsplätze bei der Stadt, Kein weiterer U-Bahn-Bau, Gegen Politikmüdigkeit junger Menschen, JuLis für F.D.P.-Bürgermeisterin, Umland an den Kosten für die Oper beteiligen.
Nach dem Zerfall der Bonner F.D.P./SPD-Koalition im September 1982 wuchs innerhalb der F.D.P. der Druck auf die Parteispitze, sich von den Jungdemokraten zu trennen und die JuLis anzuerkennen. Auf einem eindrucksvollen Bundeskongreß im Oktober in Düsseldorf stellten sich Jürgen Möllemann und Graf Lambsdorff auf die Seite der JuLis. Der endgültige Bruch zwischen Jungdemokraten und F.D.P. ging allerdings nicht von der F.D.P. aus - sondern von den Jungdemokraten. Im November 1982 teilt die Bundes-F.D.P. ganz trocken mit: Am vergangenen Wochenende hat eine seit langem abzusehende politische Entwicklung ihren Abschluß gefunden - die deutschen Jungdemokraten haben sich von der F.D.P. getrennt. In dieser Mitteilung steht auch der Grund, warum sich die JuLis überhaupt gründen konnten und mußten: Die Jungdemokraten als Verband haben schon seit Jahren zum politischen Erfolg der Liberalen kaum noch beigetragen.
Die Düsseldorfer F.D.P.vollzog die Beschlüsse auf Bundesebene nur noch nach, indem der Kreisvorstandim Januar 1983 alle Mitglieder der Jungdemokraten aufforderte, bei den JuLis aktiv zu werden. Mit der Wahl des ersten JuLis in den F.D.P.-Kreisvorstand, 1984 Manfred Neuenhaus, endete der oft turbulente Weg zur Anerkennung.
Seit damals haben die JuLis vieles in der F.D.P. umsetzen können (manches leider auch nicht) und haben durch Aktionen immer wieder für Aufsehen gesorgt: Legendäres Beispiel dafür ist der "JuLi-Nachtexpress", als 1995 in zwei Nächten Jugendliche aus der Altstadt nach Hause gefahren wurden, um damit ein Zeichenfür bessere Nachtverbindungen der Rheinbahn zu setzen.